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Versorgungssicherheit: Was für diesen Winter geplant ist

Die Schweiz ist im Winter 2022/2023 mit einer möglichen Strommangellage konfrontiert. Vor dem Hintergrund der damit zusammenhängenden Risiken analysierte Alpiq rasch umsetzbare Massnahmen als Beitrag zur Sicherung der Stromversorgung des Landes. Die Verschiebung von Instandhaltungsarbeiten ist eine Massnahme, mit der Alpiq die verfügbaren Energievorräte erhöhen kann.

Um die Verfügbarkeit der Kraftwerke zu gewährleisten und die Speicherkapazitäten der Stauseen während der kalten Jahreszeit zu erhalten, hat Alpiq mehrere für diesen Winter geplante Instandhaltungsarbeiten in den Wasserkraftwerken verschoben. Die für den Betrieb, den Energieabsatz und das Trading zuständigen Teams überarbeiteten die Wartungspläne, berechneten die Kosten neu und entwickelten neue Produktionspläne, um zu ermitteln, wo im kommenden Winter zusätzlich wertvolle Kilowattstunden gewonnen werden konnten. Zum Beispiel im Pumpspeicherkraftwerk Forces Motrices Hongrin-Léman (FMHL): Die Sanierung des östlichen Zuleitungsstollens sollte sich über drei Jahreszeiten erstrecken und war ursprünglich zwischen Juli 2022 und März 2023 geplant. Nun werden die Arbeiten bereits Mitte Dezember gestoppt. Mit dieser Massnahme können mehr natürliche Wasserzuflüsse gesammelt werden, was den Energievorrat für diesen Winter um 10 GWh erhöhen wird.

In Martigny verschoben die Forces Motrices de Martigny-Bourg die Reparatur des Korrosionsschutzes in der Druckleitung, die Erneuerung der Schaltanlage und die Montage einer neuen Turbine im Unterwasserkanal. Alles Arbeiten, die eine Ausserbetriebnahme des Laufwasserkraftwerks erfordern. Der Energiegewinn für diesen Winter beträgt 15 GWh.

Die wichtigste Massnahme betrifft das Speicherkraftwerk der Forces Motrices de la Gougra im Val d’Anniviers. Alle Sanierungsarbeiten wurden aufs nächste Jahr verschoben, wodurch im ersten Quartal 2023 weitere 150 GWh Strom gewonnen werden können.

Drei Fragen an Georges-Alain Zuber, Asset Manager

Die Kraftwerke Gougra haben die für diesen Winter geplante Sanierung verschoben. Um welche Arbeiten handelt es sich dabei?

Die Kraftwerke Gougra erneuern derzeit die Zentralen Mottec und Vissoie. Zwei der drei Maschinengruppen der Zentrale Mottec wurden bereits in den letzten beiden Jahren saniert. Die Verschiebung betrifft daher die dritte Gruppe, bei der wir noch die Turbine ersetzen müssen. In Vissoie haben wir geplant, alle drei Maschinengruppen der Zentrale innerhalb von drei Jahren zu ersetzen. Der Beginn dieser Arbeiten wird um ein Jahr verschoben.

Ausserdem müssen wir den Korrosionsschutz des Druckschachts zwischen dem Stausee Moiry und der Zentrale Mottec erneuern. Dies bedeutet die Ausserbetriebnahme der gesamten Anlage. Diese Arbeiten werden schliesslich erst im nächsten Jahr beginnen.

Was bedeuten diese Verschiebungen?

Nach Abschluss der Sanierung wird die Leistung der Zentrale Mottec von 69 auf 87 MW und diejenige der Zentrale Vissoie von 46 auf 57 MW erhöht. Damit können wir zusätzlich pro Jahr 8 GWh Strom produzieren und wir erreichen eine durchschnittliche Jahresproduktion von 650 GWh. Mit der Sanierung wird der Wasserdurchfluss und damit die Leistung der Anlage um 25 % erhöht. Die Anlagen profitieren damit von einem grösseren Regelbereich für Netzdienstleistungen (Systemdienstleistungen). Wegen der Verschiebung der Arbeiten müssen wir ein weiteres Jahr warten, bis wir von diesen Vorteilen profitieren können.

Wir führen derzeit intensive Gespräche mit den beteiligten Lieferanten und Partnern. Wir wollen alle Terminpläne, Kostenpläne und Garantiebestimmungen überarbeiten und für die bereits in der Fertigung stehenden Komponenten Lösungen zur Lagerung suchen.

Was bringt Ihnen die Verschiebung dieser Arbeiten?

Diese Massnahmen sind zwar mit Kosten verbunden. Diese werden aber durch die zusätzliche Energiemenge, die wir für die kritischen Monate zum Winterende zur Verfügung stellen können, mehr als ausgeglichen. Der Stausee Moiry ist derzeit voll, sodass wir die Anlagen im ersten Quartal 2023 mit voller Kapazität betreiben können. Dank solcher Massnahmen konnte sich Alpiq übrigens an der vom Bund geschaffenen Wasserkraftreserve beteiligen.