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Geschichte von Energie Ouest Suisse (EOS)

EOS History

Die Aktiengesellschaft Energie de l’ouest-suisse (EOS) hatte seit ihrer Gründung durch die Elektrizitätsunternehmen der Westschweiz im Jahr 1919 die rationelle und intensive Nutzung der Wasserkraft der Region sicherzustellen.

Meilensteine von EOS – eine Chronologie

2006: Vollzug der Verträge zum Kauf der UBS-Aktienmehrheit an der Motor-Columbus in Folge der von der schweizerischen und europäischen Wettbewerbsbehörde erteilten Genehmigungen.

2005: Energiepol Westschweiz: EOS Holding gehört zu einem Konsortium mit Schweizer Mehrheit, das im Hinblick auf die Fusion von Atel und EOS von UBS 55,6% des Aktienkapitals von Motor-Columbus übernimmt.

2002: 26. März – Gründung von EOS Holding im Zuge einer grundlegenden Umstrukturierung von EOS in eine Strategieholding, die in Geschäftseinheiten unterteilt wird und den Auftrag hat, in den Kernbereichen Stromerzeugung, Übertragung sowie Handel und Vermarktung in der Schweiz und im Ausland tätig zu sein und für ihren Ausbau zu sorgen. 25. Juni – Gründung von HYDRO Exploitation SA, die von den drei Unternehmen EOS, Grande Dixence SA und WEG AG mit dem Betrieb ihrer Wasserkraftanlagen betraut wird.

1993-1998: Bau der Cleuson-Dixence-Anlage zur Verdoppelung der Turbinenleistung des in der Dixence aufgestauten Wassers. Sie besteht aus einer neuen, in die Grande Dixence-Staumauer gebohrten Wasserfassung, einem Zuleitungsstollen, einem Druckschacht und dem Kraftwerk Bieudron.

Ab 1974: Bau des 380kV-Höchstspannungsnetzes in der Westschweiz im Hinblick auf den Anschluss an die grossen europäischen Netze. Die Umsetzung des Projektes wird aber durch Einsprachen und Verfahren massiv verzögert.

1969-2005: Vom CEG I zur Renov CEG, die 35-jährige Entwicklung des Betriebs- und Verwaltungszentrums:

  • 2005 – Installation des SCADA-Systems, mit dem eine praktisch unbegrenzte Zahl von Daten verwaltet werden kann

  • 1972 – Installation der Fernsteuerung in Lausanne für die hydroelektrischen Anlagen, die meisten Schutzschalter und Arbeitserder

  • 1970 – Installation eines digitalen Übermittlungssystems

  • 1969 – Einführung des elektromechanischen Coders, der das manuelle Ablesen der Zähler und die telephonische Übermittlung der Daten ablöst

1963-1972: Bau des mit Wasserkraft betriebenen Pumpenspeicherwerkes von Hongrin-Léman. Indem Wasser aus dem Genfersee in den Perioden mit niedrigem Stromverbrauch in den Stausee von Hongrin gepumpt wird, um es während Spitzenzeiten in den Turbinen einzusetzen, kann die Überschussenergie aus dem thermischen Kraftwerk Vouvry und den schweizerischen Kernkraftwerken genutzt werden.

1963-1965: Thermisches Kraftwerk Vouvry (CTV): Bau des konventionell-thermischen Kraftwerks am Standort Chavalon, einem Felsvorsprung über Vouvry, mit zwei Heizkesseln, zwei Turbinengeneratorgruppen zu je 150 MW, vier Kühltürmen und einer 10,5 km langen Ölleitung aus der Raffinerie Collombey.

1951-1961: Bau der Grande Dixence, höchste Gewichtsstaumauer der Welt. Ein Stollennetz von über 100 km Länge bildet die Wasserzuleitung der meisten ostwärts gelegenen Gletscher in den Lac de Dix. Das Einzugsgebiet umfasst 420 km2. Die Staumauer der ersten Dixence mit ihrem 50 Millionen m3 fassenden Stausee verschwindet unter zusätzlichen 350 Millionen m3 Wasser, die hinter der neuen, 500 m weiter unten liegenden Talsperre aufgestaut werden.

1950-1953: Anfänge des 220kV-Hochspannungsnetzes in der Westschweiz. Inbetriebnahme der Leitungen Mörel-Simplon-Italien (1952) und Chandoline-Mörel, Oberwallis (1953).

1947-1952: Gemeinsam mit Lonza S.A. gründet EOS ihre erste Joint Venture: Salanfe SA. Bau der Talsperre am Eingang des Salanfe-Plateaus, am Fusse der Dents du Midi. Inbetriebnahme des unterirdischen Kraftwerks in Miéville (Vernayaz).

1930-1944: Ausbau des 130kV-Netzes und Vernetzung mit Frankreich und der Deutschschweiz.

1929-1935: Bau des Wasserkraftkomplexes Dixence-Chandoline, der grössten je gebauten Speicheranlage, die das Westschweizer Netz mit Regelenergie versorgen soll.

1927-1929: EOS baut ihr erstes Wasserkraftwerk: die Anlage von Fionnay-Champsec.

1924-1927: Anbindung der Kraftwerke im Wallis an die Verbrauchszentren der Westschweiz; Bau der Umspannanlage von Romanel und Vorziers (1925).

1922: Beginn der Stromerzeugung: EOS erwirbt das Kraftwerk Martigny-Bourg und das dazugehörende Reservekraftwerk Fully (Speicherkraftwerk, das mit einer Fallhöhe von 1650 m weltweit über lange Zeit den ersten Platz belegt) und übernimmt die Konzessionen und laufenden Arbeiten an der Dranse de Fionnay in Champsec im Val de Bagnes.

1920: Bau der 130 kV-Leitung von Pierre-de-Plan (Lausanne) nach Chèvres (Genf), erste Etappe des westschweizerischen Hochspannungsnetzes (provisorischer Betrieb mit 65kV), welche die Übertragung der Überschussenergie der Elektrizitätswerke Lausanne und der Société Romande d'Électricité nach Genf ermöglichte.

1919: Verschiedene lokale und regionale Westschweizer Elektrizitätsunternehmen, ihre Lieferanten und eine Bank gründen EOS auf Anregung von Jean Landry, dem zukünftigen Präsidenten und Verwaltungsrat. Gemäss Statuten hat die Gesellschaft das Ziel, die Wasserkraft in der Westschweiz effizient und intensiv zu nutzen. Sie bezieht und verkauft Energie von/an beteiligte/n Kraftwerke/n und andere/n Unternehmen und baut und betreibt zu diesem Zweck ein weitreichendes Stromübertragungs- und –verteilungsnetz.